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Pfrund

Kirchhügel mit Reben
Kirchhügel mit Reben
Pfarrhaus Bendern
Pfarrhaus Bendern
Pfarrstall
Pfarrstall

In Ausführung der Beschlüsse des Friedens von Lunéville (1801) wurden die Besitzungen von St. Luzi in Liechtenstein und Vorarlberg dem Fürsten von Oranien-Nassau zugeteilt, der 1804 in einem Tauschvertrag u.a. auch Bendern an Österreich abtrat; 1805 kam es an Bayern, fiel aber 1814 d.h. nach dem Sturz Napoleons, wieder an Österreich. Die Kollatur (Recht zur Verleihung eines Kirchenamtes) war nach 1802 mit der Stadthalterei Bendern an die Rechtsnachfolger von St. Luzi übergegangen und wurde 1876 vom Staat Österreich, der auch noch einen Beitrag an den Neubau der Kirche bezahlt hatte, der Gemeinde abgetreten. Der Bischof von Chur, Karl Rudolf von Buol-Schauenstein (1794 - 1833 Bischof), damals päpstlicher Administrator von St. Luzi, beanspruchte jedoch das Präsentationsrecht (Vorschlags- und Wahlrecht) für die Pfarrei.

Die Vorsteher von Gamprin, Ruggell und Schellenberg setzten sich dann jedoch beim Oberamt (damalige Bezeichnung für die Fürstliche Regierung) dafür ein, dass zwei Priester als ständige Seelsorger in Bendern angestellt werden. Dies vermutlich deshalb, weil man damals die Pfarrpfründe den Seelsorgern zur eigenen Nutzung zur Verfügung stellte.

Heute ist die "Pfarrpfründe Bendern" Besitzerin von Kirchenvermögen welches sich in Liegenschaften und flüssige Geldmittel aufteilen.

Gemäss "Gesetz über die Verwaltung des Kirchengutes in den Pfarrgemeinden" (Lgbl. Nr. 4, 1870) ist der Kirchenrat, welcher vom Gemeinderat auf jeweils 4 Jahre gewählt wird, für die Verwaltung des Kirchenvermögens zuständig. Dabei zu berücksichtigen ist auch die bischöfliche Ordinariatsverordnung vom 20. Januar 1866.

Für die Rechnungsführung der Pfarrpfründe ist der Pfrundverwalter zuständig, welcher vom Gemeinderat auf unbestimmte Zeit gewählt wird. Der Pfrundverwalter hat dem Kirchenrat jährlich eine Abrechnung über das Pfarrpfründevermögen vorzulegen. Als weitere Aufgabe fällt die Betreuung der Liegenschaften in seinen Zuständigkeitsbereich.

Für die kirchenrechtliche Aufsicht über die Pfarrpfründe ist das Erzbistum Vaduz zuständig.

Kirchenrat

Vorsitz Pfarrer Roland Casutt 373 14 94 casutt.roland@freesurf.ch
Kirchenrat Gemeindevorsteher Oehri Donath 375 91 02 donath.oehri@gamprin.li
Kirchenrätin Biedermann Edeltraud 373 10 05  
Kirchenrätin Büchel Astrid 373 39 10 asbue@powersurf.li
Pfrundverwalter Hasler Alfred 373 25 80 a.hasler@powersurf.li

Mariengrotte

Mariengrotte

Weitere Aufgaben sind die Instandhaltung der Mariengrotte sowie die Verwaltung des Stiftmessenfonds.

Die Angehörigen haben die Möglichkeit, den Jahrtag des Verstorbenen als Stiftmesse festzusetzen, welche nach altem Brauch jährlich gelesen wird. In diesem Fall wird für den Verstorbenen mittels Urkunde auf die Dauer von 25 Jahren ein Messstipendium als Stiftmesse errichtet. Dem Pfarrer werden dafür 500 Franken zu Gunsten des Stiftmessenfonds übergeben, welcher damit die Verpflichtung übernimmt, jährlich eine Messe für den Verstorbenen zu feiern. Nach Ablauf der 25 Jahre geht der Stipendiums-Betrag an die "Pfarrpfründe". Das Stipendium kann jedoch beliebig verlängert werden.

An der Mariengrotte sind laufend kleinere oder grössere Unterhaltsarbeiten nötig. Auch die Umgebung der Grotte bedarf der regelmässigen Pflege. In der Grotte ist ein Spendenkässile angebracht, das rege benützt wird. Dank den Einnahen aus diesem Spendenkässile ist der Unterhalt der Grotte selbsttragend.

Besitzungen der Pfarrpfründe Bendern

  • Vier Grundstücke südlich und westlich des Kirchhügels mit total 5'886 Klaftern.
    Der südliche Teil der Parzelle "Kirchhügel" mit 9948 m2 ist an die Familie Altenöder verpachtet und wird als Weinberg genutzt.
  • Am westlichen Teil der gleichen Parzelle liegt die Mariengrotte.
  • Acht Waldparzellen von total 14'543,5 Klaftern im Salums, im Kratzernwald sowie in dessen Umgebung mit den Flurbezeichnungen "Hölzlisbündt" und "Thal".
  • Eine Waldparzelle in Eschen (Aspernwald)
Parzelle Flur-Bezeichnung Fläche in m2
211 Schanzacker 1174
449 Altenöders Zepfel 2441
250 Kirchhügel 9948
283 Kirchhügel 7627

Genauere Informationen über die Lage der Parzellen finden sich unter www.llv.li /Geodaten.

Links und Literatur mit Bezug zum Kirchhügel Bendern

Links und Literatur mit Bezug zum Kirchhügel Bendern

  • Veröffentlichung zum Symposium "Staat/Kirche" am Liechtenstein Institut (1999)
  • Liechtenstein Kalender der Liechtensteinischen Landesbank
  • Historisches Lexikon der Schweiz
  • Datenbank Euregio Bodensee "Bendern"
  • Gesetzblatt (Lgbl. Nr. 4, 1870) über die Verwaltung des Kirchengutes in den Pfarrgemeinden
  • www.erzbistum-vaduz.li
  • www.liechtenstein.li Portal des Fürstentums Liechtenstein
  • www.llv.li Portal der Liechtensteinischen Landesverwaltung
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